Werner Lachmann: Religion, Wirtschaft, Wirtschaftsethik

Aus der modernen Ökonomik wurde die Religion verbannt. Ökonomik wird wertfrei betrieben und somit a-religiös und a-philosophisch. Gehört zur Analyse des wirtschaftlichen Handels nicht doch die Beachtung des Lebenssinns? Der Zusammenhang zwischen Religion und Ökonomik wird in fünf Bereichen analysiert. Zuerst wird nach den ökonomischen Konsequenzen religiöser Vorstellungen gefragt. Anschließend wird die theologische Kritik an der Wirtschaft dargestellt. Der dritte Teil befasst sich mit den Konsequenzen der wirtschaftlichen Entwicklung auf die Praxis der Religionsausübung, dem eine ökonomische Analyse religiösen Verhaltens und religiöser Phänomene folgt. Sodann erfolgt ein Versuch einer biblischen Wirtschaftsethik in Anlehnung an Stamp (1939). Zum Schluss wird eine Verzahnung von Ökonomik und Theologie anhand theologischer Aussagen unternommen.

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Harald Jung: Wirtschaft, Wissenschaft und Ethik

Der Beitrag fragt nach dem Verhältnis von Wirtschaftswissenschaft und Ethik als wis-senschaftliche Disziplinen. Er geht dabei dem Verhältnis ihrer „Zuständigkeiten“ nach, und setzt sich kritisch mit Tendenzen der Verselbständigung ökonomischen Denkens auseinander, die ethische Fragestellungen wegen ihrer Positionalität ausschließen oder in anscheinend wertfreie ökonomische Theorien „auflösen“ wollen. Der Autor nimmt Bezug auf Beiträge Webers und Poppers, und auf jüngere Versuche, ökonomisches Denken gegen originär ethische Argumentationen abzugrenzen.Dagegen wird auf die Dimension der Sinnbezogenheit menschlicher Existenz und menschlichen Handelns verwiesen, das eine „Abschirmung“ gegen die Frage wertender Orientierung und ihrer Begründungen unmöglich, und solche Versuche ideologieanfällig macht. Dagegen plädiert der Beitrag für eine Rückgewinnung und neue Wertschätzung der argumentativen Einbeziehung der ethischen Dimension in den ökonomischen Diskurs. Die Bezogenheit von Ethik und Ökonomie ist weder ein spätes „Luxusproblem“, noch ist es eine lästige Erbschaft aus Zeiten eines „vorwissenschaftlichen Denkens“.

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Daniel Koch: Die Ethik der Staatsverschuldung

Die Frage nach einem ethisch richtigen Umgang mit Staatsverschuldung steht im Mittelpunkt dieses Aufsatzes. Dafür werden die Aussagen der katholischen Soziallehre für die Ökonomie operationalisiert, indem ein Kriterienkatalog erarbeitet wird, mit welchem verschiedene Regelungen evaluiert werden können. Es wird diskutiert, warum es auch für Ökonomen sinnvoll sein kann, normative Aspekte in ihre Überlegungen mit einzubeziehen, warum sich die katholische Soziallehre auch heute als Referenztheorie eignet, und in welchem Verhältnis normative und ökonomische Anforderungen an eine »gute« Fiskalpolitik zueinanderstehen. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass eine Zielkongruenz von normativen und ökonomischen Anforderungen an die Fiskalpolitik besteht. Es wird gezeigt, dass die Begrenzung von Staatsverschuldung nicht nur ökonomisch, sondern auch ethisch geboten ist. Die ökonomische Theorie und die katholische Soziallehre kommen zu nahezu deckungsgleichen Forderungen in Bezug auf die Staatsverschuldung.

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Walton Padelford: What Is „Acting Ethically“ in the Crisis?

Dietrich Bonhoeffer, ein berühmter Theologe des 20. Jahrhunderts und im Widerstand gegen das Hitlerregime, ist ein herausragendes Beispiel ethischer Courage. In seinem frühen Werk lehrte Bonhoeffer, dass Christen Waffen nicht gegeneinander einsetzen sollten, weil das wie die Waffen auf Christus selbst zu richten zu sehen ist. Pazifismus war der Weg, dem Naziregime Widerstand zu leisten. Nach einigen Jahren schloss sich Bonhoeffer über seinen Schwager Hans von Dohnanyi der Abwehr, dem militärischen Spionageabwehrdienst an und schloss sich damit der Verschwörung gegen Hitler an. Bonhoeffers Leben war durch eine schwer belastende Krise geprägt. Seine Entscheidungen in dieser Krise und die Lehre in seinen Schriften (die Ethik eingeschlossen) können als Kompass dienen, der den Arbeitnehmern, den Managern oder den Beamten hilft ein integres Leben in verschiedenen sich verschlechternden ethischen Situationen zu leben.

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Helmut de Craigher: Perspektiven Christlicher Soziallehre

Die folgenden Überlegungen setzen den Bestand einer gesamten „Christlichen Soziallehre“ voraus. Sie fragen, ob diese Soziallehre den künftigen Herausforderungen gewachsen ist. Neben kulturellen Herausforderungen wie dem Islam und traditionellen sozial- oder institutionenökonomischen Herausforderungen wird die Gefahr einer Funktionärsherrschaft skizziert, die global Ethik durch Technik ersetzt. Am Beispiel der caritas (Nächstenliebe) und naturrechtlicher Prinzipien wird zuerst kritisch nach theologischen und philosophischen Merkmalen einer christlichen Legitimation gefragt. Das Verhältnis zu konkurrierenden ordoliberalen, marxistischen, neomarxistischen und postmodernen Konzepten wird diskutiert. Die Aktualisierung der Christlichen Soziallehre auf dem Weg zu einer „Kultur des Lebens“ erfordert nach Ansicht des Autors die Revision einer soziologisierten Politik- und Institutionentheorie, sowie im Dialog von Christen und Nichtchristen das Ringen um naturrechtliche Vernunftpotenziale der Zivilreligion. Ungelöste grund- und verfassungsrechtliche Widersprüche westlicher Ökonomien werden als die wichtigsten konzeptionellen Arbeitsfelder künftiger christlich-sozialer Innovationen angesehen.

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Helmut Zenz: „Wahrheit“ und „Gewissen“ in der „offenen Gesellschaft“

Angesichts der Bedrohungen der „Offenen Gesellschaft“ durch den Intuitionismus, den Rela-tivismus und den dogmatischen Absolutismus kommt der Verhältnisbestimmung von „Wahrheit“ und „Gewissen“ große Bedeutung zu. Gemäß Poppers „Logik der Forschung“ gibt es zwar keine Gewissheit, wohl aber kann mit Hilfe des Fallibilismus nach „objektiver Wahrheit“ gestrebt werden. Diese Idee der Existenz einer „objektiven Wahrheit“ und der Möglichkeit einer Annäherung an sie überträgt Popper mittels Analogie auf die Lebensbereiche Politik, Ethik und Religion. Als Maßstab der Falsifikation führt er „die Inhumanität“ und als Entscheidungsinstanz „das Gewissen“ ein. Im Sinne einer „Logik der Gewissenserforschung“ mahnt er, das Kreuz der Menschlichkeit, der Vernunft und der Verantwortlichkeit zu tragen.

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Werner Lachmann: Just Trade and the Social Market Economy

Viele Bürger haben einen ethischen Vorbehalt gegenüber dem Handel. Wohlstandsfördernde Arbeitsteilung erfordert jedoch Handel, der „gerecht“ ablaufen muss. Die Bibel bejaht Handel – aber erwartet dabei den Schutz der Armen. Gerechter Handel benötigt Freiheit und soziale Absicherung. Die deutsche Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft integriert beide Aspekte. Jedoch ist der marktliche Wettbewerb kein Spontangewächs, sondern eine Kulturpflanze, die vom Staat geschützt werden muss. Die Philosophie der Sozialen Marktwirtschaft, die Aufgaben des Staates und die wirtschaftspolitischen Prinzipien von Eucken werden erklärt. Deutschland verfolgte nur die ersten 20 Jahre eine Politik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft. Einige Aspekte konnten bei den römischen Verträgen in den gemeinsamen Markt aufgenommen werden. Beim Außenhandel und in der Entwicklungspolitik werden wichtige Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft missachtet.

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Senja Post und Matthias Vollbracht: Processing Crisis News

Die Bildung einer Europäischen Öffentlichkeit setzt voraus, dass die nationalen Medien über die Probleme der EU sowie der Mitgliedstaaten berichten und dass es unter den Mitgliedstaaten ein gemeinsames Verständnis politischer Probleme gibt. Eine quantitative Inhaltsanalyse der Fernsehnachrichten über die Euro-Krise in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich zeigt, dass die nationalen Nachrichten zunehmend über die Wirtschaftslage der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten berichtet haben. Allerdings zeigt sich eine starke Diskrepanz zwischen der Darstellung der wirtschaftlichen Lage eines Landes in den nationalen Fernsehnachrichten und den Fernsehnachrichten anderer Mitgliedstaaten.

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